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| Winlink
bzw. Winlink 2000
(WL2K) kann man sich als Computernetz vorstellen, auf das man überall
auf der Welt zugreifen kann, ebenso, wie man inzwischen fast an jedem Punkt
der Welt auf das Internet zugreifen kann. Und hier ist auch schon der Unterschied: Während man auf das Internet nur von einem Telefonanschluß aus zugreifen kann (Internet-Cafes und Handys sind auch nur spezielle Teile des Telefonnetzes), kann man auf Winlink wirklich an jedem Punkt der Erde zugreifen, wenn man über einen Kurzwellensender, ein Pactor-Modem und einen PC (Notebook) verfügt. Ebenso wie man für den Zugriff auf das Internet ein Bedienprogramm braucht, also z.B. einen Browser wie den Internetexplorer, braucht man für WL2K ein Bedienprogramm wie z.B. AIRMAIL. Ebenso wie für das Internet zwischen PC und Telefonnetz ein Modem erforderlich ist, das die PC-Signale in Telefon-Signale umwandelt, ist für Winlink ein Pactor-Modem erforderlich, das die PC-Signale in Signale umwandelt, die der Kurzwellensender versteht. Beide
Netze arbeiten mit völlig unterschiedlichen Verfahren, trotzdem ist
der Austausch von Daten bzw. emails und Bildern möglich. Das WL2K-Netz ist also wegen der Internetanbindung
einiger WL2K-Stationen nicht nur (relativ langsam) über Kurzwelle,
1) Man ruft mit demn eigenen PC in AIRMAIL
den telnet-client
auf und connectet via Intenetverbindung eine WL2K-Station. 2) Man connectet von einem beliebigen PC aus mit Hilfe des Internetbrowsers via Intenetverbindung den WL2K WEB server. |
Was ist aber
nun "PACTOR"
? Mit Pactor ist das ganz spezielle Verfahren gemeint, mit dem die PC-Daten in die Signale verwandelt werden, die der Kurzwellensender aussendet. Zum Pactor-Verfahren gehört auch die Sende-Empfangs-Steuerung des Kurzwellensenders sowie Verfahren, schwächste Signale verwertbar zu machen und Übertragungsfehler zu korrigieren. PACTOR-Übertragungen sind nahezu fehlerfrei, auch wenn die Übertragungssignale so schwach sind, dass SSB oder CW keine Chance hätte. Alle diese technischen Details braucht der Anwender nicht zu kennen, sie werden vollautomatisch vom Pactor-Controler - auch PTC genannt - erledigt. Der PTC ist ein kleiner, eigenständiger Multitasking-Computer, der vom PC über eine serielle Schnittstelle (COM1 oder USB) seine Daten bekommt bzw. ausgibt und der den Kurzwellensender über ein spezielles Kabel steuert. Beim alten PACTOR-I werden die Daten-bits durch Umtastung von 2 verschiedenen Audio-Tönen übertragen: die sog. Frequenzumtastung FSK (frequency shift keying) Beim neueren PACTOR-II werden die Daten-bits durch die Phasenänderung zwischen 2 verschiedenen, dauernd gesendeten Audio-Tönen übertragen: die sog. Phasenmodulation PSK (phase shift keying) Das neueste PACTOR-III
läuft auf der gleichen Hardware wie Pactor 2 (also PTC IIe und PTC
IIpro), benutzt aber ein noch moderneres Übertragungsverfahren, das
unter guten Übertragungsbedingungen ca. 5 mal so schnell ist wie
PACTOR-II . Alle Pactor-Betriebsarten funktionieren nur dann korrekt, wenn der Kurzwellen-Sender exakt auf den PTC eingestellt wird (siehe Einstellung der PTC-Audio-Level ) und wenn der Empfänger ausreichende Bandbreite aufweist (PACTOR III kein cw-Filter!) |
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